Kurzwelle und mehr ...
February 19, 2025 at 10:16 AM
Der Funkwetterbericht vom 18. Februar 2025, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL
Rückblick vom 11. bis 18. Februar
Die letzte Woche war durch ein täglich gestörtes Erdmagnetfeld geprägt [1]. 6 M-Flares und etwa 180 C-Flares repräsentierten die Sonnentätigkeit ausgehend von 12 Sonnenfleckenregionen [2]. Der solare Fluxindex stieg von 153 auf 185 Einheiten. Am 13. Februar gab einen Mögel-Dellinger-Effekt durch einen M-Flare. Der Sonnenwind wehte meist mit über 500 Kilometern pro Sekunde und sorgte für tägliche k-Werte von 4 bis 5. Beim ARRL DX Contest am vergangenen Wochenende überraschten trotz des gestörten Erdmagnetfeldes interessante Ausbreitungsbedingungen.
Der hohe planetarische k-Index erlaubt nur Rückschlüsse auf geomagnetische Störungen außerhalb der Polarlichtzone. Er ist ein Mittelwert von 13 Observatorien. In der Nacht zum Sonnabend öffneten die Bänder 160, 80 und 40 Meter sehr gut nach Nordamerika. Dafür waren auf den oberen Bändern die Signale ziemlich leise und auroramoduliert. In der Nacht zum Sonntag herrschten schlechte Ausbreitungsbedingungen auf den unteren Bändern während die oberen Bänder sehr geringe Dämpfung aufwiesen. Am Sonntagabend wiederum war die US-Ostküste auf 40 Meter noch vor dem dortigen Sonnenuntergang leicht erreichbar. Die deutsche V73WW-DXpedition auf den Marshall-Inseln war zwischen 40 und 10 Meter mit guten Signalen und exzellenter Beriebstechnik präsent.
Vorhersage bis 25. Februar
NOAA prognostiziert Fluxwerte bis 200 Einheiten und nach dem 20. Februar ein ruhiges geomagnetisches Feld. Die Sonnenaktivität wird überwiegend von C-Flares und einzelnen M-Flares geprägt sein. M-Flares sind zu 45 Prozent wahrscheinlich. Wir erwarten weiterhin interessante DX-Bedingungen auf allen Kurzwellenbändern. Die für 3000 km Sprungentfernung geltende MUF beträgt nachts etwa 8 MHz, bei Sonnenaufgang 19 MHz, zwei Stunden später bereits 30 MHz, mittags über 30 MHz, bei Sonnenuntergang noch 29 MHz und zwei Stunden später noch 18 MHz. Referenztag ist hier der 17. Februar [3]. Man sieht, dass alle oberen Kurzwellenbänder nach Sonnenaufgang schnell öffnen und bis kurz nach Sonnenuntergang benutzbar sind. Während der Dämmerungsphasen sind auf 40 und 30 Meter laute DX-Stationen präsent.
Es folgen nun die Orientierungszeiten für Greyline DX, jeweils in UTC:
Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 17:54; Melbourne/Ostaustralien 19:52; Perth/Westaustralien 21:56; Singapur/Republik Singapur 23:16; Anchorage/Alaska 17:30; Johannesburg/Südafrika 03:54; Tokio/Japan 21:25; Honolulu/Hawaii 16:59; San Francisco/Kalifornien 14:56; Port Stanley/Falklandinseln 09:04; Berlin/Deutschland 06:17.
Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 22:34; San Francisco/Kalifornien 01:52; Sao Paulo/Brasilien 21:44; Port Stanley/Falklandinseln 23:16; Honolulu/Hawaii 04:30; Anchorage/Alaska 02:52; Johannesburg/Südafrika 16:48; Melbourne/Ostaustralien 09:15; Auckland/Neuseeland 07:15; Berlin/Deutschland 16:24.
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[1]: https://solen.info/solar/indices.html
[2]: https://www.solarham.com
[3]: http://digisonda.ufa.cas.cz
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